Liebe & Glück

Macht Liebe wirklich glücklich?

Ein kleines Kind sitzt auf dem Schoß seiner Mutter, es fühlt sich glücklich und geborgen. Zwei Jugendliche schwören sich ewige Freundschaft, sie sind glücklich, einander zu haben. Ein junges Paar ist frisch verliebt und hat Schmetterlinge im Bauch, es sprüht vor Glück. Sie alle haben eins gemeinsam: Die Liebe zu einem anderen Menschen. Liebe macht glücklich, könnte man also ganz einfach sagen. Doch lässt sich diese Aussage wirklich verallgemeinern und wie glücklich macht die Liebe in Paarbeziehungen?

Das subjektive Wohlbefinden im Fokus

Die Themen Liebe und Glück sind so alt wie die Menschen selber. Schon in der Antike widmeten sich zahlreiche Philosophen eingehend dem Thema Glück. Glück sei das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht, um etwas Anderes damit zu erreichen, sagte beispielsweise Aristoteles. Wer Glück allerdings empirisch erforschen will, muss sich zunächst von dem philosophischen Ansatz lösen. Pionier in der wissenschaftlichen Glücksforschung ist der niederländische Soziologe und emeritierte Professor Ruut Veenhoven von der Erasmus University Rotterdam. In seiner Forschung widmet sich Veenhoven dem subjektiven Wohlbefinden des Menschen, einfach gesagt: dem Glück. Mit der Gründung der World Database of Happiness hat Veenhoven eine einzigartige Sammlung von Forschungsergebnissen geschaffen. Sie basiert auf einigen Tausend Studien verschiedener Forscher, die unterschiedliche Variablen in Verbindung mit Glück untersucht haben.

Ist ein Mensch, der ein hohes Einkommen hat, glücklicher als jemand mit einem geringeren Einkommen? Nein ‒ ein gut verdienender Arzt ist nicht unbedingt glücklicher als eine weniger gut verdienende Krankenschwester. Glück und Einkommen stehen in der wohlhabenden westlichen Welt in keiner starken Korrelation zueinander. Andere Variablen, die in Wechselwirkung mit dem Glücksempfinden stehen, sind beispielsweise Gesundheit, Freiheit, Sicherheit, Gleichheit und Bildung. Es gibt natürlich viele weitere Faktoren, die bei der Bewertung des Glücks eine Rolle spielen. Der kulturelle Hintergrund, Nationalität und Wohnort oder auch das Alter sind dabei relevant.

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Partners

Speakers

  • Prof. Dr. Andrew Oswald Professor of Economics, University of Warwick
  • Prof. Dr. Ronnie Schöb Professor for International Public Economics, Free University Berlin
  • Prof. Dr. Ruut Veenhoven Emeritus Professor Social Conditions of Human Happiness, Erasmus University Rotterdam
  • Prof. Dr. Carmelo Vazquez President of the International Positive Psychology association
  • Prof. Dr. Marc Hassenzahl Folkwang University Essen
  • Dr. Martijn Burger Academic Director Erasmus Happiness Economics Research Organisation
  • Dr. Adam Okulicz Kozaryn Researcher Rutgers University
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